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Voll- und teilstationär – was genau gehört dazu?

Erlebnispädagogik in Europa

Weniger ist mehr – weniger Ablenkungen und Gefährdungen, mehr Erfolgschancen für einen Neuanfang. Dieser Leitgedanke steht hinter unseren Auslandskonzeptionen für Frankreich, Spanien und Griechenland. Manche junge Menschen sind mit herkömmlichen Hilfeangeboten im Inland nicht mehr zu erreichen. Eine räumliche Veränderung sowie reiz- und konsumarme Umgebung geben der Konzentration auf neue Verhaltensmuster Raum. Dabei verlieren wir nicht die Vorbereitungen für einen fließenden Übergang zurück nach Hause aus dem Auge – eine der größten Herausforderungen dieses Projekts.

Le Berger/Frankreich

Fernab von Großstadtleben und Schulstress finden jeweils bis zu 6 Mädchen ab 12 Jahren auf einem ehemals bäuerlichen Anwesen in Südfrankreich den Abstand, den eine Neufindung braucht. Die ländliche Lage inmitten der Natur im Einklang mit einem intensiven Umgang mit Pferden erzeugt Geborgenheit, aber auch Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Darüber hinaus erfolgen Beschulung, Einzelgespräche und Gruppensitzungen. Therapeutisches Highlight sind die erlebnispädagogischen Angebote, wie Kanu- und Fahrradtouren, Segeln und Küstenwanderungen. Ziele sind die Stabilisierung der Persönlichkeit sowie die positive Beeinflussung von schulischer Perspektive und familiärer Beziehung.

Andalusien/ Südspanien

Mädchen und Jungen ab 12 Jahren begleiten wir in unseren Betreuungsstellen in Andalusien/Südspanien auf dem Weg in die sozialverantwortliche Selbstständigkeit. Für uns selbstverständliche Dinge wie ein strukturierter Tagesablauf und häusliche Arbeiten sind entscheidende Lernhilfen für ein Leben in Gemeinschaft. Der Abstand von zu Hause und der Aufenthalt in einer konsumreduzierten Umgebung unterstützen zusätzlich unsere Maßnahmen, ebenso Einzelgespräche, psychotherapeutische Angebote, erlebnispädagogische Aktionen sowie Reiten als therapeutische Maßnahme.

Koila/Griechenland

Erlebnispädagogik pur – ganz ohne Reiz- und Konsumüberfluss: Das bietet unser Projekt in Koila für Jungen ab 13 Jahren. Koila, das ist ein verlassenes und abgelegenes Dorf in den Bergen Nordgriechenlands. Die Dorfgemeinschaft – sind wir. Jugendliche und Betreuer(innen) leben in mehreren Häusern einen strukturierten Tagesablauf mit wiederkehrenden Ritualen, häuslichen und handwerklichen Arbeiten sowie Sport- und Freizeitangeboten. Beschulung und die Chance auf ein Praktikum in einer Autowerkstatt ebnen den Weg zurück in ein geregeltes Leben für die Jungen aus schwierigen familiären Beziehungen, mit negativen Schulerfahrungen und ggf. kriminellem Hintergrund.

Thassos/Griechenland

„Bausteine für deine Zukunft“ – dieses ganz besondere intensivpädagogische Projekt für Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren möchte den Klient*innen die Angst nehmen und ihnen zeigen, dass sie alles schaffen können, wenn sie es nur wollen. Gastgeber in Limenaria auf der Insel Thassos ist das Ehepaar Zoi Merteventzi (Lehrerin) und Nikos Dadalis (Feuerwehrmann), unterstützt von Fachberater Vassilis Szombries. Gefährdete Jugendliche lernen in der familiären Hausgemeinschaft Selbstständigkeit und Verlässlichkeit mit allen Aufgaben und Pflichten. Die Teilnahme an Projekten, wie Eselwandern, Radtouren, Reiten, Zelten und der jährlichen Olivenernte, fördert den Sozialisierungsprozess. Eine Beschulung durch eine erfahrene Lehrkraft rundet das Angebot ab.