Intensiv betreute Jugendwohnung „Wohnwerkstatt Kriegsmühle“


Die Jugendwohnung „Wohnwerkstatt“ Kriegsmühle liegt am Rande des Kleinen Odenwaldes, ca. 9 km von Heidelberg entfernt. Wir sind eine vollstationäres Angebot der Jugendhilfe und bieten für 3 junge Menschen im Alter von 16 bis 21 Jahren Plätze an. Grundlage unseres Handelns ist ein wertschätzender und respektvoller Umgang mit den jungen Menschen. Das bedeutet gleichzeitig, dass wir uns auf die jeweiligen Ausgangslagen und Lebenswirklichkeiten der jungen Menschen einstellen, in denen wir sie antreffen. Ganz wesentlich dabei ist die Flexibilität unseres pädagogischen Handelns, die wir leben.

Die „Wohnwerkstatt“ bietet ausreichend Raum für Diskussionen und Auseinandersetzungen mit dem Umfeld und der persönlichen Weltanschauung der uns Anvertrauten. Die jungen Menschen haben hier die Möglichkeit, durch sowohl empathische als auch konfrontierende Begleitung sowie durch fördernde und fordernde Arbeitsbündnisse für sich einen begehbaren und realistischen Weg in die Zukunft zu finden.

Wir helfen den jungen Menschen in ihren zum Teil sehr schwierigen Lebenssituationen. Wir bieten ihnen individuellen Raum für ihre soziale Entwicklung.

Aufgenommen werden männliche Jugendliche bzw. junge Erwachsene ab dem 16. Lebensjahr.
• die keine Betreuung über Tag und Nacht benötigen
• die mit dem Gesetz in Konflikt kamen
• die Probleme mit sich selbst haben
• die Schwierigkeiten mit den Eltern, der Schule oder Umwelt haben
• die in der Lage sind mit anderen jungen Erwachsenen zusammen zu wohnen
• die in einer Ausbildung sind oder eine solche anstreben
• die ein hohes Autonomie Bedürfnis aufzeigen

Gemäß dem SGB VIII (§§ 34, 35, 35a, 41) sowie dem SGB XII (§§ 53, 54 SGB XII i. V. m. § 35 SGB XII und i. V. m. § 41ff SGB XII) werden 3 intensiv betreute Plätze angeboten. Die Aufnahmen können durch einweisende Jugendämter (Jugendhilfe) sowie durch Landratsämter (Wiedereingliederungshilfe) erfolgen.
Die Betreuungszeiten haben wir an die Bedürfnisse und Möglichkeiten unserer Klienten angepasst. Wir stehen ihnen 7 Tage in der Woche zur Verfügung. Im Bedarfsfall übernachten die Pädagogen im Rahmen des Ermessens und in Abhängigkeit der Situation in der Wohnwerkstatt. Eine Rufbereitschaft ist entsprechend des Projektrahmens organisiert.

Die Pädagogischen Leistungen bestehen aus:

• Intensiver Beziehungsarbeit
• individueller Betreuungszeiten
• Einzelgespräche
• Individueller Förderung der Bildung und der sozialen Kompetenz
• Anleitung bei handwerklichen Tätigkeiten
• Regelmäßiges Erstellen von Entwicklungsberichten
• Beteiligung bei Hilfeplangesprächen
• Hygieneerziehung
• Trainieren von hauswirtschaftlichen und alltagspraktischen Fähigkeiten
• Trainieren von soziokulturellen Fertigkeiten

Die Heranwachsenden sollen insbesondere befähigt werden
• Sich als Mensch zu begreifen, der stets Entscheidungsmöglichkeiten hat und der tatsächlich ständig Entscheidungen trifft
• Damit einhergehend vorhandene Opferhaltungen aufzugeben
• Destruktive Schuldzuweisungen und Verbalisierungen aufzugeben
• Die eigenen Handlungsmöglichkeiten immer neu zu überprüfen und somit zu erweitern
• Den emotionalen Zugang zu sich selbst und zu anderen trainieren
• Das eigene Therapieverständnis (und damit die Therapiebereitschaft) zu verbessern, welches alters- und geschlechtsbedingt von cooler Abwehr, von Misstrauen, Unlust und Angst geprägt ist.
• Gewalt- und drogenfreie Konfliktlösungsstrategien entwickeln
• Die eigenen Stärken zu erkennen, zu formulieren und mehr und mehr in den Vordergrund zu rücken
• Positive Arbeitsbündnisse für die weitere Gestaltung der eigenen Jugendhilfe mit uns und anderen zu entwickeln
• Das eigene Bedürfnis nach Zugehörigkeit zuzulassen und Zugehörigkeit zu erleben