Wohngruppe Jungen


Die Wohngruppe St.Ilgen, ist ein vollstationäres Angebot der Jugendhilfe mit jeweils sechs bis acht intensiven Betreuungsplätzen. Es werden männliche Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren von Fachkräften rund um die Uhr versorgt, gefördert, gefordert und betreut.


Der Schwerpunkt der Wohngruppe liegt in der Vermittlung von haltenden, verbindlichen Beziehungen durch Bezugsbetreuer, in der Sicherstellung eines geregelten Tagesablaufes und in der Einübung sozialer Kompetenzen durch die Einbindung in ein solidarisches Gruppengefüge. Die große Bedeutung der Zusammenarbeit mit Eltern, Angehörigen und Schulen findet in intensiven und systemisch begleiteten Kontakten ihren Ausdruck.

• In der Jungenwohngruppe St.Ilgen können männliche Jugendliche im Alter von 14 – 18 Jahren aufgenommen werden.
• Für Jugendliche welche aufgrund von Verwahrlosungstendenzen eine engmaschig 24 Stundenbetreuung, 365 Tage im Jahr benötigen.
• Jugendliche welche aufgrund ihrer Familiengeschichte verlässliche Beziehungen benötigen.
• Intensive Unterstützung bei der Entfaltung ihrer Persönlichkeit und ihrer Zukunftsperspektiven benötigen.
• Einer umfassenden Hilfestellung zur Reintegration in eine Schule bedürfen.
• Für eine Rückkehr in die Familie vorgesehen sind, die nur durch eine enge fachliche Begleitung von Eltern und Kind möglich ist.
• Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, welche bei der Integration in unsere Gesellschaft und der Planung einer Zukunftsperspektive in Schule und Beruf Hilfestellung benötigen.

Die Wohngruppe ist ein vollstationäres Jugendhilfeangebot. Als Rechtsgrundlage dienen die § 34 ff. SGB VIII. Der Leitungsschwerpunkt liegt in der hohen Betreuungs- und Versorgungsdichte, mit der sozialen Defiziten umfassend begegnet werden kann. Das Lernen in der Gruppe und das eingebettet sein in eine soziale Gemeinschaft mit verbindlichen Regeln kommen dem Bedürfnis des Jugendlichen nach Halt, Zugehörigkeit und Orientierung entgegen. Flankierende Maßnahmen wie eine zeitweise Beschulung im einrichtungsinternen Lernprojekt oder die Förderung von handwerklichen und musischen Fähigkeiten in der einrichtungsinternen Werkstatt unterstützen die Leistungsbereitschaft und die Einbindung des jungen Menschen in eine Sinn stiftende, Struktur gebende Beschäftigung.
Junge Männer, die in unserer Wohngruppe aufgenommen werden, benötigen aufgrund ihrer bisherigen Lebensgeschichte sowohl Zuwendung und Verständnis als auch klare Grenzen und Beharrlichkeit. Die Chancen der Wohngruppe liegen somit in fürsorglichen, überschaubaren und verlässlichen Beziehungen innerhalb eines Betreuungsalltags, der aber auch feste Grenzen hat. Wir ergänzen diese durch Hilfestellungen für Freizeit (Sportangebote, Handwerken), Schule (gemeinsames Lernen) und Gemeinschaft (Gruppenrat, erlebnispädagogische Angebote, Anti-Aggressionskurse), die das Zugehörigkeits- und Selbstwertgefühl ebenso fördern wie den Wunsch, einen Gemeinschaftsbeitrag zu leisten.