Spanien


Unsere Standorte in Malaga

Kurzbeschreibung

Wir machen es uns zur Aufgabe, gefährdete Jugendliche auf dem Weg zu eigen und sozialverantwortlicher Selbstständigkeit zu begleiten. Kontinuität und Zuverlässigkeit sowie beeindruckende Rahmenbedingungen sind die wesentlichen Bestandteile unserer Arbeit in den Betreuungsstellen.
Ein strukturierter Tagesablauf ermöglicht ein gemeinsames Leben und Erleben, als Basis für eine vertrauensvolle, einschätzbare und sich gegenseitig akzeptierende Beziehung.

Aufnahme in den individuellen Betreuungsstellen finden Jungen oder Mädchen im Alter von 12 bis 18 Jahren

  • die von den vorhandenen ambulanten und stationären Angeboten der Jugendhilfe nicht mehr aufzufangen sind somit andere Erziehungshilfemaßnahmen nicht in Frage kommen
  • die einen intensiven Betreuungsrahmen benötigen, um positive Beziehungsmuster aufzubauen
  • die in Wohngruppen oder Heimen kaum oder nicht mehr zu erreichen sind
  • deren persönliche und soziale Entwicklung in ihren Herkunftsfamilien und / oder in ihrer Lebenswelt nicht gewährleistet ist
  • für deren Förderung die Unterbringung in einer ländlichen, abgelegenen Umgebung hilfreich ist
  • für deren Entwicklung es sinnvoll erscheint, in einer konsumreduzierten Gemeinschaft zu leben
  • die in Deutschland nur schwer oder nicht mehr beschulbar sind Ausschlusskriterien

Klare Ausschlusskriterien für die Maßnahme sind

  • Drogen bzw. Suchtmittelabhängigkeit
  • Psychosen
  • Körperbehinderung
  • Mehrfachbehinderung
  • Gemeinsames Leben mit intensivem Beziehungsangebot
  • Strukturierter Tagesablauf
  • Hinführung zur selbstständigen Lebensführung durch die Vermittlung häuslicher und alltagspraktischer Fertigkeiten
  • Vermittlung handwerklicher Fähigkeiten
  • Schulische Förderung
  • Frühzeitiges Erkennen von Fehlentwicklungen im Verhaltensbereich
  • Beratung und Begleitung bei Krisen und Konflikten
  • Individuelle erlebnispädagogische Kurzmaßnahmen als Krisenintervention
  • Geschlechtsspezifische Förderung und Betreuung
  • Förderung der Auseinandersetzung mit der Herkunftsfamilie
  • Entwickeln von Zukunftsperspektiven und Lebensplanung
  • Gesundheits- und Hygieneerziehung
  • Förderung individueller Interessen und Begabungen
  • Erarbeitung individueller Perspektiven und realistischer Ziele
  • Eingehen positiver Beziehungen und Erwerb / Training sozialer Kompetenzen
  • Entdecken eigener Fähigkeiten und Fertigkeiten zur Förderung des Selbstwertgefühls
  • Aktive Lebensgestaltung und lernen für das eigene Handeln Verantwortung zu übernehmen
  • Begleitung bei der Verarbeitung sexueller Missbrauchserlebnisse und deren Folgen durch erfahrenes Personal
  • Verbesserung und Stabilisierung des Sozialverhaltens
  • Erkennen der eigenen Grenzen
  • Förderung der schulischen Leistung
  • Hinführung zu einer adäquaten Auseinandersetzung mit der eigenen Lebens- und Familiengeschichte
  • Anleitung bei Alltagstätigkeiten
  • Einzelgespräche
  • Angebot von Freizeitmaßnahmen
  • Erlebnispädagogische Aktionen
  • Reiten als therapeutische Maßnahme
  • Direkt vor Ort mit wohnende Mitarbeiter / BetreuerInnen
  • Direkte Krisenintervention
  • Regelmäßige Besuche vor Ort durch die Koordinatorin im Abstand von ca. 6 – 8 Wochen
  • Regelmäßiger Kontakt (Fax / Telefon / E-Mail) und fachlicher Austausch mit der Koordinatorin
  • Team- u. Fall- Supervision vor Ort
  • Halbjährliche Hilfeplanung
  • Reflexion und Weiterentwicklung des Leistungsangebotes innerhalb des Teams

Unsere Einrichtung ist Mitglied im Bundesverband Erlebnispädagogik e.V. und verpflichtet sich somit für die Einhaltung, der in der Selbstverpflichtungserklärung enthaltenen Qualitätsstandards.
Ebenso für die Erfüllung aller Vorgaben der Brüssel II a – Verordnung.

Ansprechpartnerin ist die Koordinatorin, Frau Susanne Rummel. Mit ihr findet ein Vorstellungsgespräch statt. Darin werden gemeinsam mit allen Beteiligten (Jugendliche, Eltern, MitarbeiterInnen des Jugendamts) Ziele festgelegt.
Enge Zusammenarbeit mit den Zuständigen im Jugendamt und den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten ist erwünscht und wird geboten.
Die Freiwilligkeit des Jugendlichen an der Auslandsmaßnahme teilnehmen zu wollen ist Grundvoraussetzung für eine Aufnahme.
Rechtsgrundlage für die Maßnahme sind §§ 34, 35, 35a, 41 SGB VIII.
Die Rückkehr des / der Jugendlichen wird bereits vor dem Ende der Auslandsmaßnahme vorbereitet. In Zusammenarbeit mit dem / der Jugendlichen, Mitarbeitern, der Koordinatorin, den zuständigen Personen im Jugendamt und den Eltern wird im Hilfeplangespräch der Weg vorbereitet, den der / die Jugendliche nach der Auslandsmaßnahme in Deutschland gehen kann.